Bekanntmachungen der Stadt Hagenow
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Bekanntmachungen und SonstigesErstmalig findet man Hagenow in einer Urkunde, die zwischen 1190 und 1195 ausgestellt wurde. Bereits 1370 wird Hagenow als Stadt erwähnt, obwohl erst 1754 die volle Stadtgerechtigkeit verliehen wurde. In den Jahren 1538, 1748 und 1766 suchten verheerende Stadtbrände Hagenow heim und vernichteten einen Großteil der Häuser. So stammt das älteste noch bestehende Gebäude aus dem Jahr 1730. Es befindet sich in der Langen Straße 82 und wurde viele Jahre als Gaststätte "Stadtkrug" genutzt. Im Jahre 2017 erfuhr das historische Gebäude eine umfassende Sanierung durch einen Privatinvestor und trägt nun als Wohnhaus mit Büroräumen zur weiteren Gestaltung der Langen Straße bei.
Hagenow war bis ins 20. Jahrhundert hinein eine typische Ackerbürger- und Handwerkerstadt. Geschichtliche Dokumente beweisen, dass es im Jahre 1727 nur die Lange Straße mit den Scheunenvierteln Kießende und Mühlenende sowie den Klunk gab. Zu dieser Zeit war auch der alte Kirchenbau von 1250 noch vorhanden. Im Jahre 1875 wurde die Kirche neu errichtet. Am Fuße des Turmes sind noch Reste des ältesten Felsenmauerwerkes erkennbar.
Im Zusammenhang mit der Errichtung der Bahnhöfe entstanden an den zuführenden Straßen in Hagenow zahlreiche Stadthäuser, repräsentative Villen, die noch heute von der Gründerzeit in Hagenow zeugen.
In der Hagenstraße 48 findet man eine der wenigen in Mecklenburg erhaltenen Synagogen. 1828 von der jüdischen Gemeinde eingeweiht, war es im Laufe der Jahrzehnte stark sanierungsbedürftig geworden. Im Jahr 2005 begann die Stadt Hagenow mit der Sanierung des Synagogenensembles.
Das Kulturzentrum "Alte Synagoge" hat sich inzwischen zu einem besonderen Ort für Konzerte, Festveranstaltungen und Ausstellungen entwickelt.
(aus der Zeittafel Hagenows, entnommen mit freundlicher Genehmigung von Herrn Kuno Karls)