Digitalisierung führt zu Struktur­wandel am Arbeitsmarkt!?

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Bundesagentur für Arbeit legt Zahlen für 1. Quartal 2018 vor

Die positive Nachricht gleich zu Beginn. In Hagenow ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesunken. Sie beträgt aktuell 5,9% (6,1 % 2017). Damit führt Hagenow zusammen mit Grevesmühlen die Statistik der Agentur für Arbeit Amtsbezirk Schwerin an.

Das beherrschende Thema dieser Tage ist jedoch der Fachkräftemangel. Das Problem beginnt mit den nicht besetzten Ausbildungsstellen. Hier ist die Lücke gegenüber dem Vorjahr nochmals größer geworden und beträgt aktuell 823.

Weiterhin ist festzustellen, dass die Beschäftigung im öffentlichen Dienst und in fast allen Industriebranchen leicht rückläufig ist, während im Bereich des Handels und im Sozialwesen (Heime) die Beschäftigung deutlich ausgeweitet wurde.

Dies könnte darauf hindeuten, dass in den kapitalintensiven Bereichen zunehmend mit Rationalisierungs- und Digitalisierungslösungen auf die fehlenden Fachkräfte reagiert wird. Dies bedeutet aber auch, dass damit in der Regel besser bezahlte Arbeit dauerhaft verschwindet, was sich negativ auf das generelle Einkommensniveau auswirken dürfte.

Dem kann ein Standort nur entgegenwirken, wenn es gelingt junge, wachsende Zukunftsbranchen anzusiedeln. Dazu sind allerdings Wissenschafts- und Technologiecluster eine notwendige Voraussetzung.