Arbeitsmarkt trotzt negativen Konjunkturprognosen

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Arbeitsmarkt trotzt negativen Konjunkturprognosen

Agentur für Arbeit legt Zahlen zum 1. Quartal 2019 vor

Sicher sind die März Zahlen vom Arbeitsmarkt immer beeinflusst von der Frühjahrsbelebung der Wirtschaft insbesondere in einer Region, wo das Handwerk und die Landwirtschaft überproportional im Branchenmix vertreten sind. Trotzdem lassen die Steigerungsraten im Beschäftigungszuwachs in Westmecklenburg zwischen Parchim und Grevesmühlen gegenüber dem Vorjahresmonat von 8 % bis 18,8%  aufhorchen.
In Hagenow sank die Arbeitslosenquote noch einmal um einen halben Prozentpunkt auf 5,4%. Damit liegt Hagenow weiterhin hinter Grevesmühlen (4,8%) auf Platz zwei.
Im Durchschnitt kommen nur noch 2,7 als arbeitslos gemeldete Personen auf eine freie Stelle. Das bedeutet, für die Unternehmen wird es immer schwieriger optimale Bewerber zu finden. Die Aus-und Weiterbildungskosten  für ein „Training on the Job“ dürften steigen.
Die Möglichkeiten auf diese Entwicklung durch verstärkte eigene Berufsausbildung zu reagieren, sind ebenfalls nur eingeschränkt. Die Anzahl der unbesetzten Lehrstellen steigt. Betrug die Lücke zwischen gemeldeten Bewerbern und Ausbildungsstellen in Westmecklenburg im März 2017 noch 702 so beträgt sie aktuell schon 1044.
Für den Amtsbereich Hagenow ist auffallend, das gegenüber dem Vorjahr die Arbeitslosenquote bei den ausländischen Mitbürgern von 7,2% auf 10,9% gestiegen ist. Deshalb war es folgerichtig, dass auf dem am 4.4.2019 im Rathaus durchgeführten „Integrationsgipfel“ dem Thema der Integration in  den Arbeitsmarkt Raum gegeben wurde.